Beim Account-basierten Ticketing (ABT) werden Tarifberechnung, Account-Verwaltung und Geschäftslogik von den Feldgeräten in ein zentrales Backoffice verlagert. Dadurch erhalten Verkehrsunternehmen deutlich mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Tarifen, Bezahlprozessen und dem Fahrgasterlebnis.
Diese Flexibilität verändert jedoch auch die Anforderungen an die Implementierung und Integration eines ABT-Systems. Denn moderne ABT-Systeme sind in der Regel Teil einer komplexen Systemlandschaft. Fare Gates und Fahrscheinautomaten müssen mit dem Backoffice kommunizieren.
CRM-, Finanzmanagement-, Identitäts- und Analyseplattformen benötigen möglicherweise Zugriff auf Tarif- und Account-Daten. Hinzu kommen externe Services wie MaaS-Plattformen oder weitere Mobilitätsanbieter, die das Ökosystem zusätzlich erweitern.
Entscheidungen, die bereits bei der Systemkonzeption und Beschaffung getroffen werden, können deshalb weit über die ursprüngliche Implementierung hinausreichen. Sie beeinflussen die betriebliche Komplexität, Kosten und Abhängigkeiten von Anbietern und entscheiden mit darüber, wie einfach sich das System langfristig weiterentwickeln lässt.
Doch worauf kommt es bei einer erfolgreichen ABT-Integration an? In den kommenden Wochen werfen wir in unserer neuen Serie „Inside ABT Integration“ einen genaueren Blick auf die wichtigsten Aspekte der ABT-Systemintegration – von offenen Architekturen und APIs über die Integration von Feldgeräten und Unternehmenssystemen bis hin zur Beschaffung.
Denn eine erfolgreiche ABT-Integration muss nicht nur heutige Anforderungen erfüllen, sondern auch flexibel genug sein, um mit zukünftigen Entwicklungen Schritt zu halten.
Sie möchten direkt tiefer in das Thema einsteigen?
Unser Best-Practice-Paper „Integration von Account-basierten-Ticketing-Systemen im öffentlichen Personenverkehr“ beleuchtet diese Aspekte ausführlicher und bietet praxisnahe Orientierung für die Planung und Implementierung eines integrierten ABT-Ökosystems.


